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Ausschreibung Stipendium Nouvelle-Aquitaine (Bordeaux) 2020

Aktuell schreiben wir wieder unser zweimonatiges Stipendium für Autor*innen und Übersetzer*innen in Partnerschaft mit ALCA aus. Das monatlich mit 2.000 Euro vergütete Stipendium, das vom 7. September bis 30. Oktober 2020 läuft, ist noch bis zum 30. November ausgeschrieben. Alle Informationen entnehmen Sie der Ausschreibung:

Nouvelle-Aquitaine 2020


Land in Sicht: Claudia Brendler (Oestrich-Winkel), Vito von Eichborn (Bad König) und Jan Wilm (Michelstadt) gehen in den hessischen ländlichen Raum

Seit 2017 setzt der Hessische Literaturrat e.V. mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) das Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ um. 2017 lag der Fokus auf Mittelhessen und 2018 wurden fünf Autor*innen in den Norden und Osten des Bundeslandes geschickt. Die Stipendien gingen bisher an Nachwuchstalente wie Jenifer Becker und Milena Maren Röthig, aber auch an etabliertere Autor*innen wie Ruth Benrath, Safiye Can und Dirk Hülstrunk.

2019 steht mit den Gemeinden Bad König, Michelstadt und Oestrich-Winkel Südhessen im Mittelpunkt der Land in Sicht-Stipendien. Für zwei Monate besteht die Möglichkeit, vor Ort zu leben, zu schreiben und mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu treten. Für Bad König und Michelstadt stehen die Kandidaten, die von Oktober bis November im Odenwald leben werden, bereits fest.

Mit Vito von Eichborn geht eine bisher vor allem als Verleger bekannte Persönlichkeit nach Bad König, doch von Eichborn schreibt auch selbst: „Den größten Teil meines Lebens war ich, als Lektor, Verleger und Literaturagent, gewissermaßen der Wasserträger von Inhalten. Seit ein paar Jahren bewege ich mich als Autor auf dem anderen Ufer. In Bad König möchte ich beides: Für junge Autoren Hilfestellung liefern, gerne im kleinen Kreis ansprechbar sein wie mit Vorträgen vom Buchmarkt berichten, aber eben auch: Bad König gewissermaßen aufsaugen, als Fremdling sowohl die örtlichen Fakten wie die historischen Hintergründe und, sagen wir es so: die heutigen mitmenschlichen Gegebenheiten schildern.“ Vor Ort plant er, an einem Buch mit dem Titel „Fast alles über Bad König“ zu schreiben. „Bad König freut sich auf seinen ersten Stadtschreiber“, kommentiert Joachim Steiger von der Literaturhandlung Paperback die Nachricht. „Mit Vito von Eichborn kommt ein langjähriger Büchermacher in unsere kurstädtischen Mauern, ein Mann, der die Verlagswelt in- und auswendig kennt, der weiß, wie Feuilleton und Medien funktionieren. Wir freuen uns auf die Anwesenheit und die Gespräche mit dem profilierten Bücherhasen!“

Michelstadt begrüßt Jan Wilm, dessen Debütroman „Winterjahrbuch“ gerade erst bei Schöffling & Co. erschienen ist. Der Autor hat sich zuvor bereits durch Veröffentlichungen in „TEXT+KRITIK“ und „L. Der Literaturbote“ sowie Übersetzungen von Autor*innen wie Maggie Nelson und Andrew O’Hagan einen Namen gemacht. Zur Zuerkennung des Stipendiums sagt Jan Wilm: „Am Odenwald interessiert mich neben der Stimmung der Landschaft vor allem, dass die Herkunft des Namens für dieses Gebiet nicht eindeutig zu klären ist, sondern auf widersprüchlichen Sagen und Geschichten beruht. Daher ist diese Gegend unmittelbar verbunden mit Literatur: mit Überlieferung, mit Erinnerung, mit Interpretation.“ Auch der Bürgermeister der Stadt Michelstadt Stephan Kelbert ist von dem Stipendiaten beeindruckt: „Die Stadt Michelstadt freut sich mit und über Jan Wilm, dass es mit dem Stipendium geklappt hat und dass dieses in Michelstadt als Kulturstadt des Odenwaldes absolviert wird. Der Odenwald als ländlicher Raum ist Jan Wilm nicht fremd und ich gehe fest davon aus, dass er durch aktive Integration in das Stadtgeschehen im Rahmen des Stipendiums einen interessanten literarischen Text zu Michelstadt erstellen wird. Wir von Seiten der Stadt werden ihn hierbei unterstützen.“

Mitte Oktober begann Claudia Brendler in Oestrich-Winkel das dritte Land in Sicht-Stipendium.


Gedichte von Schülerinnen und Schülern mit Olga Martynova in der Nouvelle-Aquitaine entstanden

Im September und Oktober 2019 war die renommierte Autorin Olga Martynova als Stipendiatin des Hessischen Literaturrats und von ALCA (Agence culturelle de la Région Nouvelle-Aquitaine) zu Gast in Bordeaux. Vor Ort setzte sie auch einen Workshop mit Schülerinnen und Schülern um, die auf Deutsch Gedichttexte verfassten. Das wunderbare Ergebnis kann hier und hier nachgelesen werden.


„Literatur in Hessen“: Gemeinschaftsstand (Halle 4.1 G 71) auf der Frankfurter Buchmesse

Erneut gibt es in diesem Jahr den Gemeinschaftsstand „Literatur in Hessen“ auf der Frankfurter Buchmesse: Vom 16. bis zum 20. Oktober präsentierten sich zahlreiche Verlage, Literaturinstitutionen und Autor*innen. Der Stand ist ein Gemeinschaftsprojekt des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Landesverbands Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. und des Hessischen Literaturrats e.V.

20 vielseitige, hessische Verlage sowie die Verlagsauslieferung PROLIT präsentieren sich dieses Jahr am Stand. Für die Besucher finden 42 Veranstaltungen statt, darunter auch eine Lesung mit dem diesjährigen Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss und einem sich anschließenden Sektempfang mit Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn am Messedonnerstag um 17 Uhr.  Die vollständige Veranstaltungsübersicht finden Sie hier.

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Hessisches Literaturstipendium: Bekanntgabe Stipendiatinnen für Austausch Hessen – Litauen

Seit 2005 wird das Hessische Literaturstipendium, das auch einen Austausch zwischen Hessen und der Republik Litauen beinhaltet, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Hessischen Literaturrat umgesetzt. Auf litauischer Seite wird das Projekt seit 2017 vom Litauischen Schriftstellerverband als Partner getragen. Im August 2019 wird die renommierte litauische Lyrikerin und Verlegerin Nijolė Daujotytė im Rahmen des Stipendiums in Wiesbaden zu Gast sein. Untergebracht wird die 1963 geborene Autorin in einer Stipendiatenwohnung der Villa Clementine, die von der Stadt Wiesbaden gestellt wird.

Der Gegenbesuch erfolgt von Mitte September bis Mitte Oktober durch das Nachwuchstalent Katharina Korbach. Die junge Autorin erhielt u.a. 2011 den George-Konell-Förderpreis der Stadt Wiesbaden, war 2013 Finalistin des 21. Open Mike und ist fünffache Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen, zuletzt 2019 mit dem Text „Perücke“. Ihren Aufenthalt in Nida an der Kurischen Nehrung unweit des Thomas Mann-Hauses will die gebürtige Hessin, die derzeit Angewandte Literaturwissenschaft im Master an der Freien Universität Berlin studiert, für die Arbeit an ihrem Romanprojekt Sperling nutzen. „Ich hoffe, in Nida die nötige Ruhe zu finden, um fern des doch oftmals hektischen Großstadtalltags an dem Manuskript zu arbeiten“, erklärt Katharina Korbach. Das Stipendium wird in diesem Jahr bereits zum 14. Mal vergeben.


Text unseres ehemaligen Stipendiaten Leonhard Hieronymi

Von September bis Oktober 2018 war Autor Leonhard Hieronymi als Stipendiat des Hessischen Literaturrats und der Stiftung für Poesie von Mircea Dinescu zu Gast in Cetate in Rumänien. Während seines Aufenthalts entstand der Text „Vom Gehen im Kreis“, den man hier nachhören kann. Ab Freitag, 15. Februar, kann der Text auch im Magazin „Das Wetter“ nachgelesen werden.


Interview mit unserem ehemaligen Stipendiaten Jindřich Mann zum Nachhören

Im November 2018 war Autor Jindřich Mann aus Prag bei uns zu Gast.  Im Gespräch mit hr2-kultur  erzählte Mann von seinem Schreiben, dem Leben im Exil und seinem Roman Prag, poste restante. Die am 26. Dezember im Rahmen des Kulturfrühstücks ausgestrahlte Unterhaltung ist als Podcast hier nachzuhören.


„Literatur in Hessen“: Gemeinschaftsstand (Halle 4.1 G 71) auf der Frankfurter Buchmesse

Auf der Frankfurter Buchmesse feierte der Gemeinschaftsstand „Literatur in Hessen“ 2018 Premiere: Vom 10. bis zum 14. Oktober präsentierten sich dort Literaturinstitutionen, Autoren und Verlage. Der Stand war ein Gemeinschaftsprojekt des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Landesverbands Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. und des Hessischen Literaturrats e.V.

Insgesamt präsentierten sich 20 Verlage am Stand, und es gab ein vielfältiges Programm mit 36 Veranstaltungen. Der Stand wiurde am Messemittwoch (10.10.18) um 10:30 Uhr vom Kunst- und Kulturminister Boris Rhein eröffnet.


Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum 2018

2017 setzte der Hessische Literaturrat e.V. mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) das Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ um. Mit der Offenbacher Lyrikerin Safiye Can und dem Frankfurter Autor Robert Stripling brachte das Stipendium mit großem Erfolg zwei erfolgreiche Schriftsteller*innen in den ländlichen Raum Hessens.

2018 wurde das Projekt unter dem Titel „Land in Sicht“ in größerem Umfang und unter erneuter Unterstützung seitens des HMWK fortgesetzt. „Das Projekt fördert Autor*innen und den ländlichen Raum gleichermaßen“, so Madelyn Rittner, Geschäftsführerin des Hessischen Literaturrats. „Autor*innen haben die Möglichkeit, in einer besonderen Umgebung neue Impulse für ihre Projekte zu bekommen und diese produktiv weiterzuführen. Durch ihre aktive Beteiligung innerhalb der ländlichen Städte und Gemeinden profitieren diese wiederum von einem zusätzlichen kulturellen ‚Boost‘“.

2018 wurden fünf Stipendien umgesetzt: Nachwuchstalent Jenifer Becker lebte von Juli bis August in Hessens nördlichster Gemeinde Bad Karlshafen. 2019 soll ihr erster Roman bei Hanser Berlin erscheinen. Von August bis September lebten die erfolgreichen Autorinnen Ruth J. Benrath und Friederike Kenneweg in der Kirsch- und Universitätsstadt Witzenhausen und der barocken Stadt Bad Arolsen. Von Oktober bis November lebte Milena Maren Röthig passend zu ihrem Debütromanprojekt mitten im Wald in der Stadt Rosenthal. Zuletzt verbrachte Dirk Hülstrunk zwei Monate von Oktober bis Dezember in der Konrad Zuse-Stadt Hünfeld.

Im Rahmen der Aufenthalte entstanden Broschüren mit literarischen Texten der fünf Stipendiat*innen sowie eine Audio-CD. Neben klassischen Lesungen setzten die Stipendiat*innen u.a. Klangspaziergänge, Dichter-Battle, Lesungen in musikalischer Begleitung, Besuche im Künstlerturm, Workshops mit Senior*innen, Schüler*innen und Flüchtlingen um.

Interview mit Dirk Hülstrunk (hr2-kultur) zum Nachhören hier.


Fortsetzung der Reihe „Hinter den Worten“ zum Thema „Meinungs- und Pressefreiheit im Gespräch“

Die 2016 erfolgreich gestartete Reihe „Hinter den Worten“ des Hessischen Literaturrats in Zusammenarbeit mit den Literaturhäusern Hessens und mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und hr2-kultur fand 2018 erneut statt. War im ersten Turnus der Themenfokus „Literatur gestalten in Hessen“, so stand dieses Mal das Thema Meinungs- und Pressefreiheit im Mittelpunkt. Die Reihe fand rund um die Daten des 3. Mai – Tag der Pressefreiheit – und des  10. Mai – in Gedenken an die Bücherverbrennungen zur NS-Zeit – statt. Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Alle Veranstaltungen in der Übersicht:

Donnerstag, 3. Mai 2018, 19:30 Uhr: Can Dündar: Der türkische Journalist und Schriftsteller im Gespräch mit Sascha Feuchert

Dienstag, 8. Mai 2018, 19:30 Uhr: Zu Gast bei Schriftstellern im Exil: Aslı Erdoğan (Türkei), Enoh Meyomesse (Kamerun), Jovan Nikolić (Serbien) und Historiker Lutz Becht im Gespräch mit Lisa Straßberger

Dienstag, 15. Mai 2018, 19:30 Uhr: Meinungsfreiheit im Netz: Nikola Roßbach (Universität Kassel), Jens Näher (HNA) und Maria Grüning (Kopiloten Kassel e.V.) im Gespräch mit Thomas Bündgen