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Fortsetzung der Reihe „Hinter den Worten“ zum Thema „Meinungs- und Pressefreiheit im Gespräch“

Die 2016 erfolgreich gestartete Reihe „Hinter den Worten“ des Hessischen Literaturrats in Zusammenarbeit mit den Literaturhäusern Hessens und mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und hr2-kultur findet erneut statt. War im ersten Turnus der Themenfokus „Literatur gestalten in Hessen“, so wird dieses Mal das Thema Meinungs- und Pressefreiheit im Mittelpunkt stehen. Die Reihe findet rund um die Daten des 3. Mai – Tag der Pressefreiheit – und den  10. Mai – in Gedenken an die Bücherverbrennungen zur NS-Zeit – statt. Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Alle Veranstaltungen in der Übersicht:

Donnerstag, 3. Mai 2018, 19:30 Uhr: Can Dündar: Der türkische Journalist und Schriftsteller im Gespräch mit Sascha Feuchert
Veranstaltungsort: Aula der Justus-Liebig-Universität, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Eintritt: 5 Euro / 3 Euro ermäßigt / LZG- und Gefangenes Wort-Mitglieder frei
VVK: bis zum 2. Mai in der Tourist-Information Gießen, keine Abendkasse

Aufgrund notwendiger stärkerer Sicherheitsbestimmungen bitten wir Sie folgendes bei der Veranstaltung mit Can Dündar zu beachten:

  • Bitte weisen Sie NICHT auf sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter etc.) auf diese Veranstaltung hin.
  • Karten sind nummeriert und personalisiert, daher nicht auf andere Personen übertragbar.
  • Am Veranstaltungsabend muss ein gültiges Ausweisdokument zum Abgleich mit der Besucherliste vorgelegt werden (Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung).
  • Es wird Einlass- und Sicherheitskontrollen geben, daher sollte auf große Taschen und Rucksäcke verzichtet werden (diese müssen an der Garderobe abgegeben werden).
  • Aufgrund der Einlass- und Sicherheitskontrollen bitten wir um frühzeitiges Erscheinen (18:30 Uhr = 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn).

In Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen e.V., dem Präsidenten der Justus-Liebig-Universität, Gefangenes Wort e.V. und dem PEN-Zentrum Deutschland.

Dienstag, 8. Mai 2018, 19:30 Uhr: Zu Gast bei Schriftstellern im Exil: Aslı Erdoğan (Türkei), Enoh Meyomesse (Kamerun), Jovan Nikolić (Serbien) und Historiker Lutz Becht im Gespräch mit Lisa Straßberger
Veranstaltungsort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt a.M.Eintritt frei

In Kooperation mit dem Haus am Dom und der Katholischen Akademie Rabanus Maurus.

Dienstag, 15. Mai 2018, 19:30 Uhr: Meinungsfreiheit im Netz: Nikola Roßbach (Universität Kassel), Jens Näher (HNA) und Maria Grüning (Kopiloten Kassel e.V.) im Gespräch mit Thomas Bündgen
Veranstaltungsort: Stadtbibliothek, Victoria-Haus, Obere Königsstr. 3, 34117 Kassel
Eintritt frei

In Kooperation mit dem Literaturhaus Nordhessen e.V. und der Stadtbibliothek Kassel.
Alle Veranstaltungen werden von hr2-kultur aufgenommen und ausgestrahlt.

Die Sendetermine sind:

  • Gießen: Samstag, 12. Mai 2018, 18.04 Uhr, hr2-kultur
  • Frankfurt: Sonntag, 27. Mai 2018, 12.04 Uhr, hr2-kultur
  • Kassel: Samstag, 2. Juni 2018, 18.04 Uhr, hr2-Kultur

Ausschreibung Aufenthaltsstipendium Rumänien (Cetate)

Vom 1. März bis zum 30. April 2018 wird das Aufenthaltsstipendium für die Ortschaft Cetate an der Donau im Dreiländereck in Rumänien ausgeschrieben. Das Stipendium läuft von September bis Oktober 2018 und ist für Autor/-innen und Übersetzer/-innen aus Hessen oder mit Hessenbezug offen. Es wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Hessischen Literaturrat getragen. Alle Informationen finden Sie hier zum Download.


Stipendiat für Nouvelle-Aquitaine steht fest

Ende April bis Ende Juni 2018 wird Daniel Schneider als Stipendiat zu Gast in Bordeaux (Nouvelle-Aquitaine) sein. Er war von 2008-2010 Preisträger des Jugendliteraturpreises der OVAG. und von 2012 bis 2013 Teilnehmer am Open-Writing-Kurs der Crespo Foundation in Frankfurt unter Leitung von Thomas von Steinaecker. 2015 veröffentlichte das Literarische Zentrum Gießen seine Erzählung „Der Dreck unter den Fingernägeln“.

 

 

 

 

 


Autorenresidenzen im ländlichen Raum mit Safiye Can und Robert Stripling

Hessischer Literaturrat setzt Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ mit Safiye Can und Robert Stripling um

Zum Jahresende 2017 startete der Hessische Literaturrat das Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“. Das Projekt, das im Rahmen der Kulturellen Bildung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert wurde, fand in den Städten Laubach im Landkreis Gießen und Münzenberg im Wetteraukreis statt. Am 12. Dezember trat die Lyrikerin und Bestsellerautorin Safiye Can, die 2016 u.a. mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis 2016 ausgezeichnet wurde und zuletzt beim Wallstein Verlag ihren Gedichtband „Kinder der verlorenen Gesellschaft“ veröffentlichte, ihre Zeit in Laubach an. Bereits am 27. November begann Robert Stripling – Gewinner des Lyrikpreises des Open Mike 2014 – seinen Aufenthalt in Münzenberg, wo er im engen Austausch mit der lokalen Bevölkerung stand.

Das Aufenthaltsstipendium sollte die Schreibenden als auch die ländlicheren Regionen Hessens gleichermaßen fördern. Ziel war es, dass sich Safiye Can und Robert Stripling mit der lokalen Bevölkerung und der (Kultur-)Geschichte der Orte auseinandersetzten. Dabei sollte auch ein literarisches ‚Ergebnis‘, ob Lyrik, Prosa oder andere Formen bleibt dabei offen, am Ende stehen sowie eine Lesung, die den einmonatigen Aufenthalt Anfang Januar abschloss. Zugleich brachte das Projekt zusätzliche kulturelle Impulse und Veranstaltungen in den ländlichen Raum, der dahingehend leider oft zu kurz kommt.

Die Stipendien, die im Januar endeten, schlossen mit einer Veranstaltung und einem Abschlussprojekt von Safiye Can und Robert Stripling ab. Am 6. Januar las Robert Stripling im Kulturhaus Alte Synagoge aus seinen Texten und präsentierte auch den in Münzenberg entstandenen Band „Der Schreiberling“. Am 4. Februar las Safiye Can aus ihrem Werk in der neuen Schlossbibliothek des Schlosses Laubach und präsentierte ihr Abschlussgeschenk, in der Zeit des Stipendiums entstandene Gedichtcollagen, an die Stadt.

Safiye Can, geboren als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main, studierte Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft in Frankfurt am Main. Sie schreibt Lyrik und Prosa und ist als literarische Übersetzerin tätig. Alle Lyrikbände der Autorin wurden kurz nach Publikation zu Lyrikbestsellern. Safiye Can ist Gründerin der Schreibwerkstatt „Dichter-Club“. Sie wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (2016) und dem Alfred Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (2016). Can arbeitet als Dichterin eng mit dem hr zusammen, war zuletzt Gastdozentin an der Uni-Kassel (2017) sowie an der Northern Arizona University in Arizona/USA (2017). Die Dichterin lebt in Offenbach am Main.

Veröffentlichungen:

„Kinder der verlorenen Gesellschaft“. Gedichte (2017); „Diese Haltestelle hab ich mir gemacht“. Gedichte (2015); Das Halbhalbe und das Ganzganze“, Erzählung (2014); „Rose & Nachtigall“. Gedichte (2014) sowie als Übersetzerin und Hrsg.: „Im Herzen ein Kind in der Tasche ein Revolver“, Gedichte mit Hörbuch (2016)

Der Stipendiat Robert Stripling, geboren 1989 in Berlin, lebt in Frankfurt am Main und studiert dort Philosophie und Kunstgeschichte. Nachdem er sowohl in der Altenpflege als Pflegeassistent tätig war aber auch an Produktionen des „jungenschauspielhannover“ und des „Schauspiel Frankfurt“ mitarbeitete, folgten Bühnenauftritte mit Texten von Friedhelm Kändler, Soundinstallationen mit Daniela Seel sowie Solo-Lesungen mit Schlagwerk. 2014 wurde er im Rahmen seiner Arbeit zum PROSANOVA-Festival eingeladen und mit dem Lyrikpreis des „Open Mike“ ausgezeichnet. 2017 nahm er an der Prosawerkstatt des LCB teil. Er veröffentlichte bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften (u.a.: Bella Triste, Der Greif, Neue Rundschau und STILL) und ist Mitorganisator der erfolgreichen Lyriklesereihe „Salon Fluchtentier“ in Frankfurt am Main.


Hörspiel im Haus. Über Literatur im Radio – Podcast von hr2-kultur

Am 6. Juni blickten Hans Sarkowicz (hr2-kultur) und Adrienne Schneider (Literaturhaus Darmstadt) hinter die Kulissen der Hörspielentstehung. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Hinter den Worten: Literatur gestalten in Hessen“ in Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt unter dem Titel „Hörspiel im Haus. Über Literatur im Radio“ statt.

Wer entscheidet, welches Buch zum Hörspiel wird, wie findet man die richtigen Stimmen, und was macht eigentlich ein Regisseur? Im Gespräch mit Adrienne Schneider erlaubte Sarkowicz dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen und präsentierte in Hörspielausschnitten über 90 Jahre Radiogeschichte, darunter auch Werke der Darmstädter Autoren Wolfgang Weyrauch und Robert StrombergerHier können Sie die gekürzte Aufzeichnung der Veranstaltung hören.